Luggin, der vielseitige Vinschger

Einst Monokultur, heute handwerkliche Herstellung von Spezialitäte in Bio-Qualität. Die Geschichte des Karl Luggin liest sich so. Von im Vinschgau omnipräsent angebauten Apfel, stieg Luggin auf seine veredelten Produkte um. Eine Vinschger Erfolgsgeschichte nahm so ihren Lauf. Der Kandlwaalhof der Familie Luggin befindet sich auf 900 Metern Meereshöhe im Herzen des Vinschgaus, im weltberühmten Marmordorf Laas, dessen Marmor ebenso in New York wie in Abu Dhabi gefragt ist. Karl Luggin entschied sich eines Tages nach reiflicher Überlegung, seine Äpfel – aber auch andere Obst-, Gemüse- und Kräutersorten – zu veredeln. Noch heute baut er auf seinen rund acht Hektar Anbaufläche vorzugsweise Äpfel an, die aber zu einem guten Teil zu vielseitigen Produkten verfeinert werden. Eine Besonderheit im Sortiment ist der Senf. Diesen veredelt der findige Bauer mit Vinschger Marille, Palabirne, Kräutern, Apfelwein und -essig. Die Ergebnisse waren von Anfang an verheißungsvoll.

Heute werden unter der Marke Luggin hergestellt: ein milder Marillen- und Birnensenf, ein aromatischer Kräutersenf und ein pikanter Bauernsenf. Wo früher Gemüse angebaut wurde, sät der Bio-Bauer seit 2010 per Hand Senfkörner. Eine weitere Spezialität des Hauses, für die der Kandlwaalhof auch über die Grenzen hinaus bekannt geworden ist, ist der Essig. Nach reichlichem Selbststudium hat Luggin die richtigen Mischungen gefunden. Natürlicher Anbau ist die Basis für den Erfolg. Der Essig lagert mindestens ein ahr in einheimischen Holzfässern. Verwendet werden nur kontrollierte, reife Äpfel, die – nachdem sie zu Saft gepresst und zu erstklassigem Most ausgebaut wurden – durch ein schonendes Verfahren zu reinem Essig umgewandelt werden. Duftende Apfelessige, aromatische Kräuter- und feine Früchteessige kommen in den Handel.
Von reiner Bio-Qualität sind die Apfelsäfte des Hauses. Die Früchte werden gewaschen, zerkleinert und vorsichtig in der hauseigenen Apfelpresse gepresst. Der Saft wird weder geklärt noch filtriert. Der Genießer darf sich auf einen naturbelassenen Apfelsaat, frei von jeglichen Zusätzen, freuen.