Aufschwung des Dinkels in Südtirol

Die Äbtissin und Heilkundige Hildegard von Bingen schätzte Dinkel bereits im Mittelalter sehr. Dinkel sei das beste Getreide, kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschaffe dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereite ihm gutes Blut. Egal wie zubereitet man Dinkel isst, ob als Brot oder als andere Speise, sei er gut und lieblich und süß.

Jahrelang ging der Anbau von Dinkel in Südtirol zurück, da die Verarbeitung dieses Getreides um einiges aufwändiger und der Ertrag um einiges niedriger ist, als beim Weizen. Durch das Projekt „Regiokorn“ und die Aktivitäten der „Kornkammer“ im Vinschgau stieg allerdings das Interesse am Anbau und auch an der Verarbeitung von Korn wieder, vor allem von Roggen und eben auch Dinkel.

Für eine ausgewogene Ernährung ist Dinkel äußerst wertvoll: Er punktet durch einen höheren Eiweißgehalt als Weizen und den darin enthaltenen essentiellen Aminosäuren. Dazu kommen noch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Kieselsäure. Nur wer Gluten nicht verträgt, muss beachten, dass Dinkel - ebenso wie Weizen oder Roggen - das Klebereiweiß Gluten enthält.

Dinkel ist geschmacklich vergleichbar mit Weizen, besticht aber durch eine feine, nussige Note. Er kann als ganzes Korn als Alternative zu Reis oder Gerste eingesetzt werden oder als Flocken in einem feinen Müsli für den optimalen Start in den Tag sorgen.

Zwei unserer Produzenten haben sich dem Dinkel verschreiben. Alexander Gross verarbeitet Dinkel zu Teigwaren und Benjamin Profanter stellt aus dem Südtiroler Getreide Brot und Backwaren her.