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Was tun wenns mal zu scharf war und Allergene in aller Munde

Sie waren mit Peperoncino etwas zu großzügig oder habeneinen zu freigiebigen Schuss scharfen Öls auf die Pizza gegeben?
Sie könnten Feuer speien? Dann haben Sie zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit eins:
Sie spielen den Helden, tun so, als wäre nichts oder trinken unauffällig ganz viel Wasser und leiden weiter, denn es wird noch höllischer brennen und weh tun. „Scharf“ ist nämlich gar keine Geschmacksrichtung, wie viele meinen, sondern wirklich eine Schmerzreaktion. Ein Schmerz, den gewisse Stoffe auf der Zunge und der Mundschleimhaut auslösen. Das so genannte Capsaicin aus der Chilischote, dem Peperoncino, zählt beispielsweise dazu. Wenn Sie nun Wasser trinken, verteilen Sie diesen Stoff noch besser auf der Schleimhaut und damit auch die Schmerzen.

Möglichkeit zwei: Ebenso einfach, aber deutlich wirksamer: Sie bleiben wieder ruhig, aber greifen diesmal zu einem Stück Brot mit Butter, zu etwas Olivenöl, im Notfall auch zu einem Stück Schokolade oder einem Löffel Joghurt. Etwas Fettes hilft nämlich, die schmerzauslösenden Stoffe aus der Gefahrenzone zu nehmen und Sie können wieder ruhig durchatmen.
 

Allergene in aller Munde


Den Konsumenten noch besser zu informieren – das ist das Ziel der neuen EU-Verordnungen, die die Kennzeichnung von Lebensmitteln betrifft. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass Allergene besonders hervorgehoben werden, Stoffe, die bei manchen Menschen zu Hautausschlag, Juckreiz, aber auch Atemproblemen lebensbedrohlicher Art führen. Lebensmittelallergien betreffen circa zwei Prozent der Erwachsenen, etwas drüber liegt der Prozentsatz von Personen mit Unverträglichkeiten. Aber Entwarnung für alle anderen: Ein Allergen ist ein natürlich vorkommender Inhaltsstoff in Lebensmitteln, ein normaler und wertvoller Bestandteil unserer Ernährung. So ist es unter anderem verpflichtend, Sellerie zu kennzeichnen, Lupinen, Schalenfrüchte wie Mandeln, Hasel- und Walnüsse, oder Sesamsamen und Sellerie. War es am verpackten, etikettierten Lebensmittel schon Pflicht, ist es nun eine neue Herausforderung für all jene Südtiroler Handwerker wie Bäcker, Konditoren, Metzger und vor allem Köche, die gerne täglich an feinen Rezepturen schleifen und ihre Ware direkt, ohne Verpackung, anbieten. Zukünftig muss wohl jedes Mal die entsprechende Info, für den Konsumenten gut sichtbar, geändert werden. Natürlich wichtig für jene Menschen, die in ihrem Essen zur Gänze drauf verzichten müssen. Für alle anderen aber gilt: Kennzeichnung hin oder her – wählen Sie hochwertige und nachhaltige Lebensmittel und … genießen Sie!
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