Die Geschichte des Dinkels

Die Geschichte des Dinkels fing schon früh an. Bereits im Mittelalter war Dinkel das wichtigste Brotgetreide und im 18ten Jahrhundert sogar das wichtigste Handelsgetreide. Leider wurde es später vom ertragreicheren Weizen verdrängt. Seit einiger Zeit erlebt das Getreide jedoch eine Renaissance vor allem im Bio Bereich. Dinkel wird von Allergikern sehr geschätzt und findet großen Anklang in der Baby- und Kindernahrung. Dinkel wird in der Hildegard-Medizin nach Hildegard von Bingen eingesetzt und eignet sich hervorragend für die Behandlung von Magen- und Darmleiden.

In Europa werden nur Winterformen angebaut. Die Aussaat in Südtirol ist zwischen Mitte September und Mitte Oktober. Dinkel verträgt ein raueres Klima als manch andere Getreidesorte. Zudem ist er extrem empfindlich gegenüber Pflanzenschutzmittel und Dünger, weshalb diese nur begrenzt eingesetzt werden können. Da der Dinkel fest mit dem Spelz verwachsen ist, kommt bei der Verarbeitung der Arbeitsschritt „Entspelzen“ hinzu, welches die Verarbeitung aufwändiger und somit auch teurer macht. Wird Dinkel halbreif geerntet und getrocknet spricht man von Grünkern.

Dinkel wird vielseitig verwendet. Durch seine hervorragenden Backeigenschaften kann er vermahlen als Mehl als Austausch für Weizen fungieren. Zudem gilt er als Ersatzgetreide bei Weizenunverträglichkeit. Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind: Dinkelreis, Dinkelkaffee und Dinkelbier. Auch im Anbau für Tierfutter erlebt Dinkel einen Aufschwung. Hier wird er meist nicht entspelzt im Pferdefutter beigefügt.